Eiger-Loge-Oberland (ELO) – Thun

Dem guten Leben auf der Spur

Seit 2015 organisiert die Eiger-Loge Oberland jährlich einen Öffentlichkeitsanlass, um dem interessierten Publikum Einblicke in humanistisches Denken zu vermitteln.

Für den Humanismus stellt der Diskurs- das gesprochene Wort, die Rede und Widerrede - das zentrale Werkzeug dar, um zu Erkenntnisgewinn zu gelangen. Genauso handhaben wir dies auch heute: Anlässlich unserem Treffen (idR 3x monatlich, jeweils am Dienstagabend) steht ein Vortrag eines Mitgliedes, umrahmt von klassischer Musik, im Mittelpunkt. Dieser ist die Grundlage für die darauffolgend geführte Diskussion. Kontroverse ist erlaubt und erwünscht. Der geschützte Rahmen und die strikt ideellen Interessen jenseits von Nachfrage und Angebot ermöglichen die offene und direkte Aussprache. Dabei ist Geselligkeit und Freundschaft ein wichtiger Aspekt, welcher anlässlich des darauf folgenden Nachtessens gepflegt wird. Die Wurzeln hat der Druidenorden in London, wo er 1781 gegründet wurde.

Humanismus ist eine Bewegung, die der Renaissance entsprang, welche ab dem 15. Jahrhundert die Epoche des Mittelalters ersetzte und somit der Neuzeit zuzurechnen ist. Diese ausseruniversitäre Bewegung stellte den Menschen als Individuum in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Der Mensch steht in dieser Betrachtungsweise vor allen gesellschaftlichen Systemen und Verflechtungen in die er hineingeboren wurde, seien diese politischer oder metaphysischer Art (z.B. Religion).

Der Mensch mit seiner Würde steht im Vordergrund. Konsequenterweise ist die Eiger-Loge Oberland bezüglich seiner Mitglieder politisch und konfessionell neutral. Neben der Losung «Der Mensch zuerst» stützte sich die humanistische Bewegung auf die römischen und griechischen Philosophen, welche das gelingende Leben zu ergründen suchten. Daraus folgt der zweite Leitsatz der Humanisten von Erasmus von Rotterdam (1511): «Zurück zu den Quellen» - oder lateinisch: «ad fontes».


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